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Höft & Wessel spekulativ


20.07.2001
boersenmagazin.de

Nach Ansicht der Wertpapierexperten von "boersenmagazin.de" ist die Aktie (WKN 601100) für den spekulativ orientierten Anleger geeignet.

Der am Neuen Markt notierte Hersteller von Hard- und Software für mobile Datenerfassung und Ticket-Systeme habe seit 1996 mehr als 13.000 MTs an die Deutsche Bahn geliefert. Hinzu kämen Fahrkartenautomaten in nahezu jedem deutschen Bahnhof und im öffentlichen Nahverkehr vieler deutscher Großstädte. Derzeit würden die Niedersachsen gerade die Ruhrgebietsmetropole Essen ausrüsten. Außerdem erobere sich H&W inzwischen Auslandsmärkte. Für den französischen Hochgeschwindigkeitszug TGV würden die Techniker in Hannover an elektronischen Automaten tüfteln, an denen Gäste ihre Tickets lösen könnten.

In der Entwicklungsabteilung stehe auch ein Check-in-Automat für die Fluggesellschaft SAS Nachdem H&W die Lufthansa als Referenzkunden gewonnen habe, würden jetzt zur Freude der Unternehmensleitung auch ausländische Fluglinien folgen. Doch gerade die Fluggesellschaften als weltweit tätige Kunden würden eine enorme logistische Herausforderung bedeuten. So sichere Höft & Wessel den technischen Service im Inland innerhalb von 45 Minuten zu.

In New York, Paris oder vielen anderen europäischen Lufthansa-Standorten seien es mit den firmeneigenen Check-in-Automaten vier Stunden. Dabei setze das Unternehmen auf externe Dienstleister und modulare Bauweise. Das könne man sich so vorstellen: Der Techniker vor Ort ziehe nur einen Stecker und tausche das defekte Teil aus. Eine Aluminiumkiste enthalte alle im Gerät eingebauten Module.

Ein anderer Schwerpunkt von Höft & Wessel seien kleine mobile Computer, mit denen per Hand oder eingebautem Scanner Warenbestände erfasst und neu bestellt würden. Kaum einer der H&W-Aktionäre wisse, dass die Produkte der Hannoveraner mit für die frischen Milchtüten in den Regalen großer Supermärkte sorgen. Und bei German Parcel würden sich die Fahrer vom Kunden die Paketauslieferung per Unterschrift auf dem kleinen Bildschirm eines MDE, also der Geräte zur mobilen Datenerfassung, bestätigen lassen.


Nach diesem Baukastenprinzip hätten übrigens schon die inzwischen in den Aufsichtsrat gewechselten Firmengründer Michael Höft und Rolf Wessel als Garagen-Tüftler vor rund 20 Jahren gearbeitet. Seitdem sei das Unternehmen kräftig gewachsen, zuletzt vor zwei Jahren auch durch den Kauf der britischen Metric, die in Großbritannien unter anderem mehr als 70 Prozent Marktanteil bei Parkscheinautomaten habe.

Nun setze das Neuer-Markt-Unternehmen als weiteres Standbein auf das "skeye.pad", das fast nur aus einem Bildschirm bestehe. Etwa DIN-A-5 groß und daumendick biete es mit Microsoft-Windows-Oberfläche einen drahtlosen Internetzugang. Damit stelle sich Höft & Wessel auf den kommenden Markt des mobilen Internetzugangs mit Online-Banking oder Einkauf auf dem Sofa ein.

H&W werde im ersten Halbjahr einen Umsatz von rund 34,3 Millionen Euro und ein EBIT von minus 2,6 Millionen Euro ausweisen. Damit erfülle der Software- und Hardwarespezialist im wesentlichen die unternehmenseigenen Planungen. sei die Aussagekraft der Ergebnisse aufgrund der Zyklizität des Projektgeschäftes mit einem Ergebnisschwerpunkt im vierten Quartal begrenzt. H&W habe kürzlich seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2001 gesenkt. Die Erwartungen hätten von 100 Millionen Euro auf 87 Millionen Euro zurückgenommen werden müssen, da ein offenbar in Zahlungsschwierigkeiten steckender Großkunde wesentlich weniger Produkte abnehmen werde als bisher angenommen worden sei.

Trotz der Revision der Planzahlen würden damit die Erlöse gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent klettern. Das Ergebnis werde nun zwar auch unter den erwarteten drei Millionen Euro bleiben. H&W müsse deshalb aber noch nicht mit roten Zahlen rechnen, denn die Prognosen für das Gesamtjahr seien bereits vollständig durch den hohen Auftragsbestand gedeckt.

Unter dem Strich würden Analysten für 2001 von einem Gewinn je Aktie von 0,35 Euro ausgehen. Für 2002 würden sie einen Gewinn je Aktie von 0,49 Euro für möglich halten. Damit ergebe sich bei einem Kurs von 7,60 Euro ein moderates 2002er-KGV von 15. Höhere Kurse seien dennoch erst dann gerechtfertigt, wenn das Unternehmen seine nach unten revidierten Planzahlen übertreffen sollte.

Eine Gefahr für den Aktienkurs: H&W sei von wenigen Großkunden abhängig. Auch charttechnisch könne derzeit noch keine Entwarnung gegeben werden. Nachdem die Aktie immer wieder neue Tiefstände markiert habe, scheine sich aber bei 6,50 Euro ein Boden auszubilden. Auf der anderen Seite liege im Bereich um zehn Euro allerdings ein sehr massiver Widerstand, der einem kräftigen Kursanstieg vorerst im Wege stehen dürfte. Nach einem schlechten 1999 und dem im abgelaufenen Geschäftsjahr eingeleiteten Turnaround habe sich bei H&W die positive Unternehmensentwicklung zwar grundsätzlich auch im bisherigen Jahresverlauf fortgesetzt.

Dennoch ist die Aktie nur für den spekulativen Investor als Depotbeimischung geeignet, so die Experten von "boersenmagazin.de". Man sehe ein mittelfristiges Kursziel von 10,00 Euro.




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